Ionen statt Gift: Anwendung von ANOSAN® wird jetzt im laufenden Badebetrieb getestet

Gruppenbild

Wasserproben durch Hessenwasser – Von links: Dipl.-Chemiker Roland Grothe (Hessenwasser), Gebhart Hellbock, Manfred G. Hoehn (Fa. ecabiotec®) und Riedstadts Bürgermeister Werner Amend

Strahlend blau, glasklar und vollkommen frei von Chlor – so zeigt sich das Wasser im Goddelauer Freibad seit ein paar Tagen. Dass ein öffentliches Schwimmbad völlig ungiftig betrieben werden kann, gilt für Bäderbetriebsleiter Uwe Tresch und seinen Stellvertreter Erich Klein als Sensation. Statt des üblichen Chlorgases verwendet das Bad mit offizieller Genehmigung und Begleitung durch das Kreisgesundheitsamt ein neues Desinfektionsmittel.

ANOSAN® ist ein mikrobiozider Wirkstoff auf anorganischer Basis. Weder bei der Produktion noch bei der Anwendung fallen umweltgefährdende oder giftige Stoffe an. Das innovative Mittel ist auf Haut, Schleimhaut und Hautwunden verträglich und wirkt gleichzeitig genauso gut beim Abtöten von Bakterien, Viren, Pilzen und Sporen wie das toxische Chlor. Statt Gift wirken Ionen. Sogenanntem Weichwasser wird eine geringe Menge Kochsalz zugesetzt. Die Lösung läuft anschließend durch eine von ecabiotec entwickelte Membranzelle und wird dadurch elektrolytisch aufgespaltet. Schöner Nebeneffekt für alle Badegäste: Im Umfeld der drei Badebecken ist nichts mehr vom bislang unumgänglichen Chlorgeruch zu spüren, kein Brennen auf der Haut oder in den Augen. Schöne Nebeneffekt für die Kommune: Der neuartige Desinfektionswirkstoff ist nicht nur ungefährlich in der Anwendung, sondern sogar noch preiswerter in der Anschaffung. Es entfallen umfangreiche Schulungsmaßnahmen und Gefahrgutregeln, TÜV-Prüfungen und Feuerwehrübungen die bislang bei Lagerung und Anwendung von Chlor zu beachten waren.

M. Hoehn ecabiotec

Manfred G. Hoehn erläutert die Mischung von ANOSAN® im Bioreaktor

Kein Wunder also, dass es beim offiziellen Vorstellungstermin im Freibad nur zufriedene Gesichter gab. Auch Manfred Hoehn von der Riedstädter Firma ecabiotec und Gebhart Hellbock von deren Vertriebspartner sind hochzufrieden mit der problemlosen Zusammenarbeit mit dem Riedstädter Bäderbetrieb. Ecabiotec hat langjährige Erfahrungen mit dem Desinfektionsmittel, beispielsweise im Sanitär- und Gesundheitsbereich. Nach dem gleichen Prinzip wird auch seit langem Trinkwasser keimfrei gemacht. „Die Anwendung nun auf öffentliches Badewasser auszuweiten, war die logische Folge“, so Hoehn. Neben dem Wirkstoff, der vollautomatisch und direkt im ehemaligen Chlorgas-Lagerraum hergestellt wird, ist das Pilotprojekt natürlich auch mit technischem Aufwand verbunden. Über eine Messkette mit Magnetventilen wird die Zugabe von ANOSAN® ins Badewasser geregelt. Wichtig sind dabei die Temperatur des Wassers, sein pH-Wert und der sogenannte Redox-Wert, der über Oxidations- und Reduktionsvorgänge im Wasser Auskunft gibt.

Zuführung

Zuführung des ANOSAN® erfolgt automatisch – Erwin Klein an der Regeltechnik

Wie effektiv das „Wundermittel“ funktioniert, habe man bereits nach dem Ende der letztjährigen Badesaison getestet, berichtet Klein beim Pressetermin. Man hat damals stark verkeimtes Wasser aus dem Vorlauf der Kläranlage ins Schwimmbecken geleitet und zusätzlich noch chemische Harnstoff zugeführt. Dass aus dieser dunklen, stinkenden Brühe innerhalb kürzester Zeit völlig keimfreies und pH-neutrales Badewasser geworden sei, habe die Mannschaft im Schwimmbad restlos überzeugt. Die jetzige Daueranwendung wird regelmäßig überwacht, Hessenwasser kommt täglich zu Probenahmen. Außerdem werden die Wasserwerte per Rechner lückenlos dokumentiert. Die entsprechende Software hierfür hat ebenfalls die Firma ecabiotec zur Verfügung gestellt. Die ersten Reaktionen der Badegäste waren bislang durchweg positiv. Viele erleben das Wasser als weicher und verzichten beim Schwimmen und Planschen gerne auf den beißenden Chlorgeruch. Selbst der Hessische Rundfunk ist mittlerweile auf die Innovation im Schwimmbad der Büchnerstadt aufmerksam geworden und hat im Radio und Fernsehen berichtet. „Jetzt müssten nur noch mal der Sommer und die Sonne vorbeischauen, damit sich mehr Badegäste am gesunden Badespaß erfreuen und das neue Mittel seine Stärken noch besser unter Beweis stellen können.“, meint augenzwinkernd Erich Klein abschließend.

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