Legionellen

Legionellen und die Trinkwasserverordnung

geld-zurueck-garantieDie mikrobiologische Qualität unseres Trinkwassers kann durch die Trinkwasserinstallation stark verändert werden. Ablagerungen in Rohren und Heizkessel, Stagnationszeiten bei Nichtbenutzung, Leerstand oder Baumaßnahmen, Totleitungen und Toträume in Dichtungen und Ventilen fördern die Bildung von Biofilm und in der Folge eine permanente Keimfreisetzung in das Trinkwasser.

In langen Rohrleitungssystemen finden sich regelmäßig Streckenabschnitte mit sehr günstigen Bedingungen für die Vermehrung von Keimen.

In etwa 30% der Trinkwasserinstallationen lassen sich Legionellen nachweisen.

Entspricht das Wasser nicht den mikrobiologischen Anforderungen der Trinkwasserverordnung, darf es vom Eigentümer nicht abgegeben und anderen nicht zur Verfügung gestellt werden. Trinkwasser muss stets so beschaffen sein, daß eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit nicht zu befürchten ist (Infektionsschutzgesetz). Eine Überschreitung von Grenzwerten stellt ein vermeidbares Gesundheitsrisiko dar.

 

Legionellen kommen in Grund- und Oberflächenwässern und im Boden vor. Sie sind Technikfolger, die in Hausinstallationen günstige Wachstums- und Vermehrungsbedingungen vorfinden. Da Legionellen sowohl in Kalt- wie in Warmwassersträngen vorkommen, ist Hochheizen des Warmwasserkreislaufes keine nachhaltige Sanierungsmethode.

Legionellen_Grafik

In jeder Mischarmatur stehen Warm- und Kaltwasser in physikalischem Kontakt und Bakterien können sich frei in beide Richtungen bewegen.

ANOSAN®

  • Wirkt zuverlässig gegen Bakterien, Viren und Pilze und entfernt oxidierbare Hormon- und Antibiotika-Rückstände
  • Wirkt gegen MRSA, Mers und Ebola
  • Keine Wirkungslücken und Resistenzbildungen
  • Allergische Reaktionen sind nicht bekannt
  • Kein Gefahrgut, Einsatz einfach und kostengünstig
  • Keine deklarationspflichtigen Inhaltsstoffe
  • Keine organische Chemie
  • Keine problematischen Rückstände, keine spezielle Entsorgung
  • Skalierbare Produktspezifikationen für unterschiedlichen Einsatz

ANOSAN® besitzt ein hohes Redoxpotential, so dass die Zellmembranen der Mikroorganismen durch Oxidation zerstört werden.

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Abb. Aufnahmen eines Escherichia coli Bakteriums
A) ohne ECA-Lösung
B) mit ECA-Lösung nach 4 Sekunden
C) mit ECA-Lösung nach 7 Sekunden

Elektrochemische Aktivierung als potentielles Verfahren zur Vermeidung und Elimination von Biofilmen in Trinkwasserführenden Systemen

Dipl. Biol. Andreas Otte, Dr. rer. nat. Jürgen Gebel, Prof. Dr. med. Martin Exner

Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn WHO Kollaborationszentrum für Wassermanagement und Risikokommunikation zur Förderung der Gesundheit Sigmund-Freud-Str. 25, 53127 Bonn

Frage:

In einer orientierenden Untersuchung wurde die Wirkung eines Produkts der Elektrochemischen Aktivierung auf die Reduktion von Biofilmen bzw. in Bezug auf die Verhinderung einer Biofilmbildung mit Hilfe des Silikonschlauchmodells getestet.

Methode:

Für die Untersuchungen wurde das ECA-Testprodukt dem kontinuierlich durch die biofilmkontaminierten und neuen Silikonschläuche fließenden Wasser mittels einer Dosieranlage in den Verdünnungen 1:200 und 1:400 beigemischt. Als Kontrolle wurden Systeme mit neuen und mit biofilmkontaminierten Schlauchsystemen ohne Desinfektionsmittelzudosierung untersucht. Die Untersuchungen der Schlauchstücke erfolgten mittels mikrobiologischer und rasterelektronenmikroskopischer Verfahren.

Ergebnis:

Im Kontrollschlauch mit Biofilm (ohne Desinfektion) waren während des gesamten Versuchszeitraums über 37 Tage 1,4–2,2×106 KBE/cm2 nachweisbar.

Bei einer Zudosierung des ECA-Produktes in einer Verdünnung von 1:200 wurden die im Silikonschlauch mit zwei Jahre altem Biofilm vorhandenen koloniebildenden Einheiten (1,45 x106 KBE/cm2) nach 13 Tagen und bei einer Verdünnung von 1:400 nach 37 Tagen vollständig inaktiviert.

Dies entsprach einer Reduktion um >6 log/cm2 Schlauchoberfläche. In den zu Versuchbeginn sterilen Silikonschläuchen konnten während der ECA-Produktzudosierung (1:200- und 1:400-Verdünnung) zu keinem Zeitpunkt Bakterien auf der Schlauchoberfläche nachgewiesen werden, während in den Kontrollschläuchen ohne Desinfektionsmittelzudosierung nach 3 Tagen ca. 1.000 und nach 28 Tagen ca. 10.000 KBE/cm2 nachweisbar waren.

Durch Rasterelektronenmikroskopie konnte nachgewiesen werden, dass die Auflagerungen der mit dem ECA-Testprodukt behandelten Silikonschläuche mit Biofilm mit zunehmender Desinfektionsdauer flacher wurden. Nach einer Zudosierung von mindestens 25 Tagen begannen sich Teile des Biofilms abzulösen.

Auf den Oberflächen der zu Versuchsbeginn sterilen Silikonschläuche, die mit dem ECA-Produkt behandelt wurden, sind keine Ansiedlungen von Bakterien sichtbar. Ohne Desinfektion entwickelte sich jedoch ein schnell dichter werdender Biofilm. Die Untersuchung mit einem modifizierten Lowry-Assay ergab bei einer ECA-Produktdosierung von 1:200 eine Reduktion der im Biofilm enthaltenen Proteine nach 13 Tagen um 54,29 % und bei einer Zudosierung von 1:400 nach 37 Tagen um 61,40 %.

Fazit:

Das in dieser Studie untersuchten ECA-Produkt hat unter den im Studiendesign gegebenen Bedingungen sowohl Potentiale eine Biofilmbildung zu unterdrücken als auch eine Inaktivierung bzw. sogar eine Entfernung des vorhandenen Biofilms zu erzielen. Dabei zeigt es bei einer Konzentration von 1:200 nach 13 Tagen und bei 1:400 nach 37 Tagen eine vollständige Inaktivierung der Bakterien in einem zwei Jahre alten Biofilm. Auch in diesen Untersuchungen hat sich das Silikonschlauchmodell als praktikables Instrument zur Beurteilung eines Desinfektionsverfahrens für die Wasserbehandlung erwiesen.

Legionellen im Wasser
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